Nachdem meine elektronischen Experimente nun seit einigen Monaten ruhen, juckt es mich dann doch mal wieder, etwas zu bauen. Die Tage werden kürzer,die Nächte länger und das Wetter erlaubt es nicht immer, zum Fotografieren loszuziehen. Also habe ich kurzerhand mein "Labor" wieder in Betrieb genommen,

Da ich schon immer irgendwie auf Radios und Digitaluhren abgefahren bin, habe ich mir überlegt, einen neuen Versuch zu starten, einen Radiowecker zu bauen. Der letzte Versuch liegt schon eine Weile zurück und ist ehrlich gesagt ziemlich in die Hose gegangen. Also neuer Versuch neues Glück, bauen wir also einen Radiowecker mitsamt Webradio auf der Basis eines Raspberry Pi. Man muss sich das Leben ja nicht unnötig schwer machen. Das Display soll dieses Mal mit roten großen 7-Segment Anzeigen realisiert werden, damit ich die Uhrzeit nachts gut lesen kann, die Anzeige aber nicht so hell ist, daß sie mich beim Schlafen stört.

Weiterhin sollte das ganze in einem ansprechenden Gehäuse untergebracht werden und auch natürlich Stereo Lautsprecher enthalten, die wirklich gut klingen sollen. Womit wir dann auch beim dritten Element des Projekts angelangt sind, dem Audio-Verstärker. Um das ganze nicht unnötig zu verkomplizieren, werde ich auf ein Verstärker-IC zurückgreifen, was mit möglichst wenig externer Beschaltung auskommt,

Die Anzeigeeinheit möchte ich ziemlich universell konzipieren, so daß ich den Entwurf auch später mal für einen anderen Zweck gebrauchen kann. Ich habe mich dazu entschlossen die ganze Uhrenplatine mit einem ATMega 328 zu realisieren, der per UART von der Raspberry Platine angesprochen wird. So kann ich beispielsweise die Zeit auf dem Raspberry über das Internet beziehen und an die Uhrenplatine schicken. Das ganze läuft natürlich in beide Richtungen, also bidirektional. Grob sieht der Aufbau also so aus:

Webwecker

Webwecker

Nun kann man die ganze Sache also schön modular angehen und zunächst die Displayplatine entwerfen. Der zweite Teil beschäftigt sich dann mit der Software auf dem Raspberry sowie die Anbindung der Platine über UART und weitere externe Beschaltung wie z.B. Tasten um die Zeit manuell einzustellen oder das Radio ein- und auszuschalten. Anschliessend kümmern wir uns dann um den Verstärker, das Gehäuse und die Lautsprecher. Ach, ganz wichtig noch: die ganze Sache benötigt ja auch noch eine Stromversorgung. Hier möchte ich die Stromversorgung des Raspberries verwenden und ggf. einen Step-Up Wandler für den Verstärker nutzen. Aber dazu später mehr.

Da ich schon einige Abende experimentiert habe, verfüge ich bereits über einen prototypischen Aufbau des Uhrenteils, den ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte:

Clockworks

Clockworks

Mit dem Aufbau dieses Moduls werde ich dann im nächsten Teil fortfahren.