Was tut man, wenn man ein Picoscope 3203D besitzt und Messwerte von dort in Matlab einlesen (und sich deswegen extra die Instruments Toolbox gekauft hat :()möchte?

Die kurze Antwort: das geht so erstmal nicht so einfach, weil dieses Modell zur Zeit (noch) nicht unmittelbar unterstützt wird. Zumindest habe ich es noch nicht zum Laufen bekommen.

Die lange Antwort: Es gibt zum Glück einen einfachen Workaround!

Die Picoscope Software kann zum Glück Messdaten im Matlab Format speichern. Hierzu zeichnet man ganz normal sein Eingangssignal auf und speichert diese Wellenform dann mit "Datei -> Wellenform speichern unter" als Matlab-4 Datei.

Picoscope Triangle

Picoscope Messung mit Dreiecksspannung

Picoscope speichert dann 32 Wellenformen mit jeweils 1000000 Samples. Wir benötigen zum Matlab Import erstmal nur eine davon und kopieren diese in unser Matlab Arbeitsverzeichnis. Nennen wir sie mal "triangle_01.mat".

Jetzt basteln wir uns ein kleines Script, was diese Daten 1 zu 1 ausplottet:

Fs = 500000000;       % Sampling frequency

data = importdata('triangle_01.mat');

T = 1/Fs;             % Sampling period
L = data.Length;      % Length of signal
t = (0:L-1)*T;        % Time vector

G = transpose(data.B);

plot(t,G);
grid on;

print('triangle.eps','-depsc');

Wichtig ist nur, daß man in der ersten Zeile die Sampling Frequenz richtig einstellt, damit später im Plot die Zeitachse richtig beschriftet wird.

Weiterhin ist die Zeile 9 vielleicht verwirrend, diese ist aber nötig, da der Import einen Spaltenvektor erzeugt, der plot Befehl aber einen Zeilenvektor erwartet. Mit transpose drehen wir diesen einfach um. Wenn alles richtig eingegeben ist, erhalten wir einen Plot, der wie folgt aussehen sollte:

Matlab Ausgabe

Matlab Ausgabe

Der Plot wird dann noch zusätzlich im Arbeitsverzeichnis als EPS-Vektordatei ausgegeben, so einfach kann das Leben sein!