Guitar Hero

Es gibt mal wieder ein neues Pferd im Stall, dieses Mal zur Abwechslung ein klassisches Instrument, braucht allerdings auch Strom, wie alles hier im Studio.

Und mit ein paar Stunden Übung klingt das auch schon ganz passabel:

An Gitarrenunterricht komme ich natürlich nicht vorbei. Hornhaut habe ich aber schon auf den Fingerkuppen. 😉


Unity Spielereien

Ich weiss ja gar nicht, ob hier noch jemand mitliest, spielt ja eigentlich auch keine Rolle. 😉 Von daher gibt es heute ein paar Screenshots aus aktuellen Unity Projekten zu sehen.

Eine Visualisierung aus der klassischen Ego-Shooter Perspektive, aktuell habe ich keinen Plan, was daraus werden soll.

Der Klassiker - ein Rennspiel:

Derzeit kämpfe ich mit den Wettereffekten und gegen die Polygone, die inzischen in den zweistelligen Millionenbereich gehen. Irgendwas läuft da nicht richtig, wenn man eine GTX 1070 bei 3840x2160 Pixeln unter die 15fps drückt. Ich glaube, da muss ich was tun 😉


Keine Zeit

Ja, denn eigentlich wollte ich meinen Blog ja neu hochziehen. Aus purer Faulheit Zeitmangel habe ich nur ein wenig ausgemistet.

Ansonsten bleibt alles wie gehabt.


Jetzt doch einen TI2???

Werden sich einige fragen und vor allem, was mich im Zeitalter der Softwaresynthese dazu bringt noch so viel Geld für einen Hardwaresynthesizer auszugeben.

Zunächst einmal finde ich ihn ziemlich schön:

virus_top_1080p

Gut, das Gegenargument, daß men einen Synth ja nicht aufgrund seines Aussehens kauft, lasse ich mal gelten, aber nun zurück zu der Frage, warum man sich so ein Teil kauft, wenn man moderne Softwaresynthesizer zu einem zehntel des Preises kaufen kann. Zudem klingen die ja auch alle ziemlich gut und stehen dem Virus in fast nichts nach. Als Beispiel seinen hier Hive, Bazille und Sylenth zu nennen.

Zunächst einmal, und das steht bei mir ganz oben auf der Liste, ist es natürlich die fehlende Haptik. Es ist einfach angenehmer an richtigen Knöpfen herumzudrehen, als Parameter mit der Maus einzustellen. Weiterhin haben Software-Plugins meiner Meinung nach eine wesentlich geringere Halbwertszeit als ein Hardware Synthesizer. Mein erster Virus B ist jetzt 18 Jahre alt und ich mache immer noch Musik damit. Nennt mir ein Plugin, was ihr vor 18 Jahren gekauft habt und das immer noch seinen Dienst verrichtet.

Kommen wir zum Wichtigsten, dem Klang. Wer noch nie einen Virus probegespielt hat, dem fällt natürlich schwer, das zu beurteilen, aber ich finde, das das Gerät einfach traumhaft klingt. Speziell die Effektsektion des TI kann sich hören lassen. Er ist also nicht nur ein richtig guter Synthesizer sondern auch ein erstklassiges Effektgerät. Wenn man ihn als Effekt in seinen Aux-Weg einschleift, kann man so manch alten Synth damit massiv aufwerten.

virus_ti2_wallpaper_Web_4k

Und was mir persönlich auch noch ganz wichtig ist: Man macht sich einigermaßen unabhängig von Betriebssystemen und Sequenzern, der Virus lässt sich eben immer überall dort betreiben, wo MIDI zur Verfügung steht. Das kann eben auch eine MPC oder ein anderer Hardware Sequenzer sein.

Last but not least sollte an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, daß man auch etwa 2500 hochwertige Sounds mit dem Gerät kauft. Die sind wirklich überwiegend sehr hochwertig gestaltet und ich habe den Eindruck, daß man sich bei Hardware Synthesizern immer etwas mehr Mühe bei der Erstellung und Auswahl der Werksounds gibt.

Wir wollen aber die Schattenseiten auch nicht vergessen: Der Virus schlägt derzeit mit knapp 1500 Euro zu Buche, was nicht wenig ist. Immerhin ist das Gerät in Deutschland hergestellt und die Verarbeitung ist erste Sahne. Die von Access so angepriesene "Total Integration" ist meiner Meinung nach ein Marketing Gag und es ist mehr oder weniger Glückssache, ob das funktioniert. Ich habe es auf einem 2015er Macbook Pro mit Logic Pro 10.3 jedenfalls nicht geschafft, einen störungsfreien Betrieb herzustellen. Und leider, leider ist die MIDI Implementierung des Virus nicht so wirklich sattelfest, manchmal muss man etwas Geduld aufbringen, um den Arpeggiator synchron zu seinem Song zu bekommen.

Am Ende wird man allerdings mit einem fantastischen Sound belohnt, der wirklich einen eigenständigen Charakter hat. Und das "erschrauben" der Sounds am Virus macht wirklich Laune.

Ihr werdet ihn sicher in einer der nächsten Produktionen zu hören bekommen, versprochen.

 


Fiepsen aus dem K5000?

Einige Besitzer des Synths werden sicherlich festgestellt haben, daß das Gerät ein konstantes Piepsen von sich gibt. Mich persönlich nervt das extrem. Ich habe ein wenig Ursachenforschung betrieben und es hat sich herausgestellt, daß der Verursacher das Display bzw. dessen Beleuchtung ist. Vielmehr scheint die Displaybeleuchtung das Netzteil so stark zu belasten, daß ein Übertrager zu schwingen beginnt. Da ich keine Lust habe am Netzteil herumzulöten, habe ich mich kurzerhand dazu entschlossen, die Beleuchtung einfach abzuklemmen.

Ich habe das betreffende Kabel mal auf dem Bild markiert, es ist das Weisse mit den zwei Anschlüssen:

display_fiepst

Ich habe jedenfalls jetzt meine Ruhe. Und wer will, kann sich ja einen Schalter einbauen, vielleicht mache ich das irgendwann mal, wenn ich Lust verspüre.


KAWAI K5000W

Ein Neuer hat sich in meinem Studio dazugesellt. Ein KAWAI K5000W, ein additiver Synthesizer, erzeugt praktisch alles Denkbare an Sounds, vor allem atmosphärische Sachen. Allerdings ist das Teil jetzt gut 20 Jahre alt, da hat man an ausgefeilte Bedienkonzepte noch nicht gedacht. Insofern ist die Bedienung was für einen Studenten der Elektrotechnik. Aber ich werde mich definitiv damit auseinandersetzen.

Und so sieht der Gute aus:

k5000

Hier ein Beispiel einer Editiermaske, in diesem Falle die Harmonischen:

k5000_display

Dumm nur, wenn man dann feststellt, daß die Kopfhörerbuchse nicht funktioniert, dann muss man den alten Herrn nämlich mal aufschrauben...

k5000_open

...und stellt fest, daß sich die Leiterbahnen auf der Kopfhörerplatine gelöst haben. Also werden kurzerhand mit Geduld und Spucke ein paar Drahtbrücken aufgelötet, wofür ist man schliesslich Radio- und Fernsehtechniker?

k5000_headphones

Jetzt kann man sich wieder wunderbar das Gehör massieren, ohne die Nachbarn zu stören. Ihr werdet das Teil mit ziemlicher Sicherheit in einer der nächsten Produktionen zu hören bekommen.

Ein Wermutstropfen bleibt allerdings: Eine Spule im Netzteil verursacht ein störendes Pfeifen. Kurz oder lang werde ich das auch noch austauschen müssen.


TRIO VST/AU SYNTHESIZER Teil 4

So langsam wird es richtig interessant, die GUI ist fast vollständig.

Neu hinzugekommen sind nun die Oberfläche für die Modulationsmatrix, ein Patchbrowser, sowie ein Konfigurationspanel.

 

DIe Modulationsmatrix ist echt praktisch und die Architektur erlaubt es nun prinzipiell alles überallhin zu routen. So kann man beispielsweise den Filter Cutoff mt einem LFO modulieren und dessen Frequenz wiederum durch einen weiteren LFO. Ausserdem habe ich es jetzt so angelegt, daß sich theoretisch beliebig viele LFOs und Hüllkurven anlegen lassen. Das UI gibt das allerdings im Moment nicht her. Natürlich kann man auch alle Modulationsziele mit dem Sequenzer modulieren. EIn programmiertes Sample und Hold ist also auch machbar.

Einstellungen

Klangbeispiele gibt es leider immer noch keine, ich bin noch zu sehr mit Bugfixing beschäftigt. Es dauert aber nicht mehr lange.

Die aktualisierte Feature Liste:

3 Oszillatoren : Sägezahn, Sinus, Rechteck und Rauschen mit Hard-Sync
2 LFOs mit 3 Wellenformen, freilaufend und Host-Sync
12/24 dB Moog Tiefpass Emulation
4 Hüllkurvengeneratoren
16-Step Sequenzer (auch als Modulator) freilaufend oder Host-Sync
6-Fach Modulationsmatrix
- Quellen : LFO1, LFO2, Hüllkurven 1-4, Sequenzer
- Ziele : Filter Cutoff, Oszillator 1-3 Pitch, LFO1+2 Rate
Flexibles MIDI Controller Routing
Einfacher Faltungshall
Stereo Delay, freilaufend und Host-Sync

Zur Fertigstellung fehlen mir noch:
-Stereo Chorus
-Sample und Hold für die LFOs
-Die Implementierung des Controller Routings

Gerne würde ich auch das Routing der Effekte grafisch verändern können, derzeit ist es fix verdrahtet.

Hier das (derzeit fix verdrahtete) interne Routing der Module:


TRIO VST/AU SYNTHESIZER Teil 3

Ich habe munter am Trio Synthesizer weitercodiert. Im folgenden Bild gibt es die Effektansicht zu sehen.

fx_panel

Neu hinzugekommen ist ein kleiner 16-Step Sequenzer mit dem sich einfache Patterns programmieren lassen, die synchron zum Host laufen. Es gibt jetzt auch einen Verzerrer und wie man sehen kann, ist auf dem Panel noch ein wenig Platz, hier liegt noch viel Arbeit vor mir. Der Code wird allerdings langsam unübersichtlich. Ich muss langsam mal das Refactoring in Angriff nehmen.

Leider habe ich immer noch keinen Song damit gebastelt, die Entwicklung verschlingt fast meine ganze Zeit.

 


Virus B und die Patchnamen

Der gute alte Virus B - Das Elektronik Arbeitstier schlechthin. Er ist immer noch in sehr vielen Produktionen zu hören und klingt meines Erachtens immer noch viel fetter als die meisten virtuellen Synths.

virus_b

Neulich stand ich vor dem Problem, daß ich in Logic gerne die Namen aller meiner Patches zur Verfügung haben wollte. Das ist leichter gesagt als getan. Nachdem ich kein Werkzeug für diese Aufgabe gefunden habe, entschloss ich mich dazu, mal die MIDI Spezifikation von dem Burschen zu wälzen und bin zu einer einfachen Lösung gekommen:

Hierzu muss man Logic das Environment öffnen und ein neues Instrument anlegen und dann für jede Bank einen Sysex Dump durchführen (Handbuch!)

Dann folgendes Java Progamm anlegen:

package de.pueski.sysex;

import java.nio.file.Files;
import java.nio.file.Path;
import java.nio.file.Paths;
import java.util.Arrays;

public class SysexNameDump {

   private static final String basePath = "/Library/Application Support/Mystery Islands Music/VirusHC Editor/Patches/MP Bank H.syx"; 
   
   public static void main(String[] args) throws Exception {

      Path path = Paths.get(basePath);
      byte[] data = Files.readAllBytes(path);

      for (int i = 0; i < data.length; i += 267) {

         byte[] patch = Arrays.copyOfRange(data, i, i + 267);
         byte[] patchNameData = Arrays.copyOfRange(patch, 249, 259);

         String patchName = new String(patchNameData);
         System.out.println(patchName);

      }

   }
}
  1. In den basePath den vollständigen Pfad zur jeweiligen Bank einsetzen
  2. Programm ausführen
  3. Die Konsolenausgabe dann in die Zwischenablage kopieren
  4. Im Environment Instrument doppelklicken
  5. Optionen anklicken
  6. Alle Namen einfügen
  7. Fertig!

So einfach kann das Leben sein!


TRIO VST/AU SYNTHESIZER

So, ich bin etwas weitergekommen. Die GUI wurde komplett überarbeitet, ausserdem ist eine Effektsektion dazugekommen.

trio_v0-1

 

Die Parameter lassen sich jetzt deutlich besser ablesen, wie ich finde.

Wie bereits angekündigt, habe ich nun folgende Baustellen abgeschlossen:

  •  Sinus und Rechteck Oszillator
  •  Die restlichen LFOS
  • Verdrahten der Modulationsmatrix

Ausserdem sind hinzugekommen in der Effektsektion:

  • Einfacher Hall
  • Stereo Delay

Als nächstes kommen:

  • Die fehlenden Wellenformen der LFOs
  • Distortion
  • Chorus
  • Flanger
  • Patch Browser

Es steckt doch wesentlich mehr Aufwand dahinter, als ich anfangs dachte. Klangbeispiele folgen.

 


(c) 2016 Matthias Pueski