Category: Dies und das

Guitar Hero

Es gibt mal wieder ein neues Pferd im Stall, dieses Mal zur Abwechslung ein klassisches Instrument, braucht allerdings auch Strom, wie alles hier im Studio.

Und mit ein paar Stunden Übung klingt das auch schon ganz passabel:

An Gitarrenunterricht komme ich natürlich nicht vorbei. Hornhaut habe ich aber schon auf den Fingerkuppen. 😉


Unity Spielereien

Ich weiss ja gar nicht, ob hier noch jemand mitliest, spielt ja eigentlich auch keine Rolle. 😉 Von daher gibt es heute ein paar Screenshots aus aktuellen Unity Projekten zu sehen.

Eine Visualisierung aus der klassischen Ego-Shooter Perspektive, aktuell habe ich keinen Plan, was daraus werden soll.

Der Klassiker - ein Rennspiel:

Derzeit kämpfe ich mit den Wettereffekten und gegen die Polygone, die inzischen in den zweistelligen Millionenbereich gehen. Irgendwas läuft da nicht richtig, wenn man eine GTX 1070 bei 3840x2160 Pixeln unter die 15fps drückt. Ich glaube, da muss ich was tun 😉


Keine Zeit

Ja, denn eigentlich wollte ich meinen Blog ja neu hochziehen. Aus purer Faulheit Zeitmangel habe ich nur ein wenig ausgemistet.

Ansonsten bleibt alles wie gehabt.


Support your local dealer - Nur wofür?

Die Frage stelle ich mir gerade ernsthaft.

Ich habe mich letzte Woche dazu hinreissen lassen, mir neue Studiomonitore zu kaufen. Nach ausgiebigen Recherchen habe ich mich für die Adam A3X entschieden, aber das soll nicht das Thema dieses Beitrages sein. Vielmehr soll es um die Frage gehen, ob es sich lohnt, beim Händler vor Ort zu kaufen.

Die Boxen habe ich, wie gesagt, letzte Woche erworben. Ich bin höchstpersönlich in Freiburgs einzigen Musikfachhandel gefahren, wer das ist, könnt Ihr ja gerne selber googeln. Ich halte mich an dieser Stelle mit Namensnennung mal zurück. Natürlich habe ich ausgepackte Ware bekommen, also genau die, die als Vorführgerät im Vorführraum stand. Der Boden war leicht zerkratzt vom Herumschieben. Also dachte ich, es gäbe zumindest ein wenig Rabatt, oder wenigstens ein Kabel dazu. Am Ende habe ich für Vorführware auch noch 20 Euro mehr bezahlt als bei Thomann. Dafür konnte ich die Dinger wenigstens gleich mitnehmen. Dazu habe ich noch ein paar völlig überteuerte Kabel mitgenommen. Wenigstens habe ich den Unterschied zwischen unsymmetrischen und symmetrischen Leitungen gelernt. Ach und die netten Leute vom Fachhandel haben mir auch noch 8 Schaumstofffüße zum Aufkleben mitgegeben, ist das nicht reizend?

Ansonsten fing alles gut an, die Boxen klangen erwartungsgemäß großartig. Leider habe ich nach kurzer Zeit feststellen müssen, daß eine der beiden Boxen stark rauscht. Später kamen auch noch Störgeräusche hinzu. Was folgt, ist klar: Boxen wieder einpacken, zum Händler bringen und einschicken lassen. Prima!

Ich hätte an dieser Stelle zumindest erwartet, daß ich ein leihweise ein Ersatzgerät mitnehmen kann, von mir aus auch gegen Gebühr. Pustekuchen, der arme Händler hat nichtmal irgendwelche gebrauchten Studiomonitore rumstehen, die er bei Bedarf an Kunden verleihen kann. Irgendwas haben die da nicht ganz richtig verstanden. Bin gespannt, wann ich die defekte Box wieder abholen kann. Meint doch der Mann im Laden ernsthaft, mit einer Box käme man ja auch ganz gut aus. Aha.

Um das Mal zusammenzurechnen:

  • 2 Boxen, das Stück 269 Euro
  • 2 Kabel jeweils 1,5m XLR auf Klinke Symmetrisch, Stück 19 Euro
  • 3 x hin und zurück von Waldkirch nach Freiburg, entsprechend 3 x 44km mit 33cent pro km, also knapp 44 Euro.

In Summe sind das 620 Euro. Meine Fahrtzeit und die Zeit die man im Laden rumstehen muss, weil die Bude chronisch unterbesetzt ist, nicht mit eingerechnet. Was hätte mich das Ganze nun gekostet, wenn ich gleich bei Thomann bestellt hätte?

  • 2 Boxen, das Stück 259 Euro
  • 2 Kabel jeweils 1,5m XLR auf Klinke Symmetrisch, Stück 13,50 Euro

Das sind zusammen 545 Euro. Und falls die Dinger kaputt gewesen wären, hätte ich sie kostenlos bei der nächsten Postfiliale wieder abgeben können.

Ich habe also für weniger Service, einen deutlich höheren Zeitaufwand und ganz viel Ärger 75 Euro mehr bezahlt. Wie blöd muss man eigentlich sein???

Und Ihr liebe Inhaber des nicht näher genannten Fachhandels seht mich nur noch einmal, nämlich genau dann, wenn ich die hoffentlich reparierte Box wieder abhole.


Matlab und das Picoscope

Was tut man, wenn man ein Picoscope 3203D besitzt und Messwerte von dort in Matlab einlesen (und sich deswegen extra die Instruments Toolbox gekauft hat :()möchte?

Die kurze Antwort: das geht so erstmal nicht so einfach, weil dieses Modell zur Zeit (noch) nicht unmittelbar unterstützt wird. Zumindest habe ich es noch nicht zum Laufen bekommen.

Die lange Antwort: Es gibt zum Glück einen einfachen Workaround!

Die Picoscope Software kann zum Glück Messdaten im Matlab Format speichern. Hierzu zeichnet man ganz normal sein Eingangssignal auf und speichert diese Wellenform dann mit "Datei -> Wellenform speichern unter" als Matlab-4 Datei.

Picoscope Triangle

Picoscope Messung mit Dreiecksspannung

Picoscope speichert dann 32 Wellenformen mit jeweils 1000000 Samples. Wir benötigen zum Matlab Import erstmal nur eine davon und kopieren diese in unser Matlab Arbeitsverzeichnis. Nennen wir sie mal "triangle_01.mat".

Jetzt basteln wir uns ein kleines Script, was diese Daten 1 zu 1 ausplottet:

Fs = 500000000;       % Sampling frequency

data = importdata('triangle_01.mat');

T = 1/Fs;             % Sampling period
L = data.Length;      % Length of signal
t = (0:L-1)*T;        % Time vector

G = transpose(data.B);

plot(t,G);
grid on;

print('triangle.eps','-depsc');

Wichtig ist nur, daß man in der ersten Zeile die Sampling Frequenz richtig einstellt, damit später im Plot die Zeitachse richtig beschriftet wird.

Weiterhin ist die Zeile 9 vielleicht verwirrend, diese ist aber nötig, da der Import einen Spaltenvektor erzeugt, der plot Befehl aber einen Zeilenvektor erwartet. Mit transpose drehen wir diesen einfach um. Wenn alles richtig eingegeben ist, erhalten wir einen Plot, der wie folgt aussehen sollte:

Matlab Ausgabe

Matlab Ausgabe

Der Plot wird dann noch zusätzlich im Arbeitsverzeichnis als EPS-Vektordatei ausgegeben, so einfach kann das Leben sein!


Picoscope 3203D im Test

Seit einiger Zeit plagt mich das Thema, welches Oszilloskop ich nun erwerben soll, um mein altes Hameg HM512 zu ersetzen, welches ja nun mittlerweile weit über 40(!) Jahre alt ist.

Ich hatte bereits das "Vergnügen", mit einem Rigol DS1052E und einem DS2072A zu arbeiten. Ich spare mir an dieser Stelle die Details. Nur soviel dazu: Wer keinen Düsenjet auf seinem Schreibtisch stehen haben will, sollte tunlichst die Finger davon lassen! Insgesamt ist alles aus dem Hause Rigol, was ich bisher in den Fingern hatte, als billiger Schrott zu bezeichnen, das schliesst das Tischmultimeter DM3058E und das Labornetzteil DP832 ein. Einzig der Funktionsgenerator DG4102 vermochte zu überzeugen. Alle anderen Geräte scheiden allein wegen der lauten Lüfter aus, die allesamt eine absolute Zumutung sind! Scheinbar sind alle Chinesen taub.

Aber genug davon, wenden wir uns den angenehmen Dingen zu...

(mehr …)


Ruhig Blut

dummy

Soweit so gut, ich habe mich wieder ein wenig beruhigt nach der Linux-Orgie.

Ich habe noch ein wenig recherchiert und herausgefunden, daß mein Soundproblem offenbar ein bekannter Bug ist

https://bugzilla.kernel.org/show_bug.cgi?id=87771#c23

Das Problem betrifft wohl alle Mainboards mit dem Realtek ALC1150 Chipsatz, also in meinem Falle das MSI Z97 GAming 3 Board. Ich kann das komplett so nachvollziehen, die Mühe, das Kernel upzudaten spare ich mir mal, da ich meistens sowieso direkt Windows oder Linux starte und im laufenden Betrieb nicht neustarte.


Nichts dazugelernt?

Junge, junge! Ich war echt der Meinung, daß sich möglicherweise in den letzten 10 Jahren im Linux-Desktop Bereich etwas getan hat. Da habe ich leider falsch gelegen.

Nachdem ich im letzten Post berichtete, daß die Installation von Linux Mint auf meinem Notebook wie Butter erstaunlich gut von der Hand ging, dachte ich, daß es an der Zeit wäre, das ganze auch mal auf meinem Desktop zu installieren. Soweit so gut, ich besitze einen Standard PC von der Stange mit einer NVIDIA GTX970 und keinerlei exotischen Komponenten. Sollte also funktionieren oder? Also nicht lange gefackelt, die Windows Partition verkleinert und den bootfähigen USB-Stick vom letzten Mal eingesteckt.

Nachdem ich die ersten Probleme mit dem UEFI Boot umschifft habe, mit denen ich allerdings gerechnet hatte, lies sich Linux Mint dann parallel installieren und hat auch brav den Bootmanager installiert. Aber was soll ich euch sagen? Die NVIDIA Karte wurde nicht erkannt! Eine NVIDIA Karte! Hallo, geht's noch??? Da muss ich doch tatsächlich die Treiber manuell von der NVIDIA Seite herunterladen und ein Kernelmodul kompilieren. Ich kam mir vor wie in der Steinzeit, der gleiche Müll wie vor 10 Jahren! Abgesehen davon, daß sich der NVIDIA Installer darüber beschwerte, daß das Kernelmodul nicht geladen werden konnte, lief die ganze Geschichte dann nach einem Neustart, warum auch immer.

Als ich dann die Grafikkarte dann am Laufen hatte, gingen die Probleme natürlich weiter. Irgendwie konnte ich zwar Audio-Dateien abspielen, aber ich habe nichts gehört. Ich habe dann solange an den diversen Lautstärkereglern rumgespielt, bis ich irgendwann mal was gehört habe, leider alles viel zu leise. Eine umfangreiche Recherche in diversen Foren ergab dann, daß ich angeblich mittels des Alsamixers auf der Konsole (!!!!) den Sound lauterstellen sollte. Zahllose Versuche später, nachdem ich mich durch diverse Mixer und EInstellungtools gewühlt hatte, warf ich dann die Flinte ins Korn. Liebe Linux Entwickler, es kann echt nicht sein, daß es mindestens vier verschiedene Sound Systeme gibt, die irgendwie miteinander zusammenhängen: PulseAudio, Alsa, Jack, Mixer hier, Konsole da, Alsactl, blah blah blah. Was soll das? Wer soll das bedienen? Habt Ihr 'ne Meise?

Fuck you

Aber am Besten fand' ich die Tatsache, daß sich das ganze irgendwie von selbst repariert hat. *kopfkratz*

Ich höre immer das Geheule, daß sich Linux ja nicht auf dem Desktop durchsetzt, aber ich weiss jetzt wieder genau warum. Ich weiss, es kostet nichts und ich weiss auch, daß die meisten Entwickler in ihrer Freizeit an Linux arbeiten, aber irgendwas läuft hier gewaltig schief.


Linux Mint vom USB-Stick

WIe jedes Jahr um diese Zeit, wenn die Tage länger werden und ich gerade nichts besseres zu tun habe, beschäftige ich mich hin und wieder mit Linux. Ich finde es, obwohl ich zu 99% WIndows nutze, sehr wichtig, ab und zu einen Blick über den Tellerrand zu werfen. Vor einiger Zeit habe ich von Linux Mint gehört, einer Ubuntu basierten Distribution, die wohl besonders leicht zu installieren und zu bedienen ist.

Linux Mint

Linux Mint

Also nicht lang gefackelt und eine aktuelle Version von Linux Mint heruntergeladen und mit UNetbootin einen bootfähigen USB-Stick erstellt. Das geht ganz leicht. Man lädt sich ein Installationsimage herunter und erzeugt mit wenigen Mausklicks eine bootfähige Version der Linux Distribution. Dazu muss allerdings der Stick vorher unter Windows mit FAT32 formatiert werden, dann steht der Installation fast nichts mehr im Wege. Da ich noch ein Lenovo Thinkpad T420 besitze, was ich nur zum Surfen auf der Couch benutze, fiel auch die Wahl des Zielcomputers nicht schwer.

UNetbootin

UNetbootin

Nach zwei erfolglosen Installationen, die auf zwei (!) defekte USB-Sticks zurückzuführen waren, ist es mir dann tatsächlich mit einem Kingston 8GB Stick gelungen, Linux Mint auf dem T420 zu installieren. Und was soll man sagen, die Installation hat auf Anhieb geklappt und soweit ich sehen kann, funktioniert alles Out-Of-The-Box, inklusive Trackpad, Webcam, WLAN und Sound - Ganz großes Kino! Das einzige, was ich noch anpassen musste, war die Konfiguration des Trackpads, das Scrollen mit zwei Fingern war nicht standardmäßig aktiviert.

Ich werde in den nächsten Tagen meine Erfahrungen hier berichten. Mich interessiert besonders, wie gut sich Bilder unter Linux Mint verwalten lassen und ob man RAW Dateien von der Nikon irgendwie konvertiert bekommt. Vielleicht lässt sich ja auch irgendwie die Creative Suite von Adobe installieren, wer weiss?


(c) 2016 Matthias Pueski